In der letzten Woche habe ich viele neue Dinge erlebt.
Am Mittwoch habe ich mir die Facebook – Chronik eines Nachbarn von mir mal etwas genauer angesehen und bin dabei auf eine Veranstaltung gestoßen, welche am Abend des selben Tages stattfinden sollte.
Mit der Beschreibung:
‚In kleinen Spielen werden wir Szenen improvisieren, gestalten und anarchisieren. Vielleicht erleben wir intensivste Dramen mit überraschenden Wendungen, Politiker hinter den Kulissen oder besonders realistische Comic-Charaktere. Wer weiß das schon?

Bei diesem Improvisationstheater gilt: Wer Lust hat mitzumachen, macht mit. Es ist schließlich ein kostenloser WORKSHOP.
Wer nur zuschauen möchte, wird Lust bekommen, mitzumachen und neue Seiten an sich zu entdecken.
„Jeder kann spielen. Jeder kann improvisieren. Jeder, der den Wunsch verspürt, kann Theater spielen und lernen, bühnenreif zu werden.“‘
habe ich das Interesse daran gewonnen mir das einmal genauer anzusehen.
Also habe ich meinen Nachbarn Martin dazu angeschrieben und ihn gefragt, ob wir nicht gemeinsam dort hin gehen wollen. Und da er, wie es den Anschein hatte, dort regelmäßiger ist, habe ich mich am Abend mit Martin getroffen, um zur Improfabrik zu fahren.

Eigentlich bin ich dort nur hin gefahren, um mir das genauer anzusehen und um mir ein genaueres Bild davon zu machen. Doch ich wurde von Anfang an überrumpelt, überredet und mitgezogen mitzumachen.

Als erstes stellten wir uns alle auf der Bühne in einem Kreis auf und stellten uns nacheinander vor. Nach der Aufwärmung, durch mehrfaches Schütteln unserer Gliedmaßen und einer kurzen Atemübung durch Ausatmen mit Puh – Einatmen – Nih – Ausatmen – Cah, gab es eine kleine Übung für den emotionalen Ausdruck durch Sprache.
Es wurden 3 Stühle auf die Bühne gestellt und jeweils 3 der Gruppe setzten sich, sie sollten sich einen einfach aufgebauten Satz ausdenken und diesen dann in ihnen vorgegebenen Emotionen ausdrücken. Einer, der auch zum ersten Mal da war, nahm den Satz ‚Knie nieder.‘, welchen er wirklich lustig und gut in verschiedenen Emotionen darstellte, Ich nahm den Satz ‚Mach das Licht aus.‘, wobei ich mit meiner Darbietung nicht ganz zufrieden war, wie so oft.
Ich bin eben leider sehr selbstkritisch.
Daraufhin spielten wir ‚Freeze‘, ein Improvisationsspiel indem 2 Akteure auf der Bühne eine Szene Improvisieren und wenn einer der Akteure aus dem Publikum ‚Freeze‘ ruft, müssen die beiden auf der Bühne so stehen bleiben, in dem Bild welches sie gerade inszenieren und derjenige, der ‚Freeze‘ gerufen hat, nimmt die Position von einem der Akteure auf der Bühne ein, spielt dann aber mit einer anderen improvisierten Geschichte weiter.
Ich hatte überlegt, ob ich bei einer Szene in der einer der Akteure auf dem Boden kriecht mit ‚Freeze‘ und ‚Wo hat der Hund denn jetz hingeschissen?‘ einspringe, aber ich habe es dann doch gelassen.

Danach haben wir eine kurze Glühweinpause eingelegt und mit dem Spiel ‚Die Werwölfe vom Düsterwald‘ mit etwas Improvisation weitergemacht.

Um 22 Uhr war die Probe dann vorbei und ich werde die nächste Woche wieder hingehen, mir das noch einige Male ansehen und mich ausprobieren, denn noch kann ich für mich noch nicht ganz klar entscheiden, ob ich mich damit komplett identifizieren kann.

Ansonsten ist die Woche nichts weiteres passiert.
Ich habe mit meiner Schule gesprochen wegen einer Wiederaufnahme, aber dazu erfahre ich hoffentlich nächste Woche mehr.

Dann komme ich auch schon wieder zum Wochenende, welches ich mit einem Freund von mir, dem Nils, verbracht habe.
Freitag Abend kam er spontan vorbei, da ich ihm die Reste vom Mittagessen angeboten habe, und blieb bis circa 20 Uhr, denn da musste er losdüsen, um zu der Einweihungfeier seiner Schwester zu fahren, aber das war nicht schlimm, denn wir waren den Tag später eh wieder verabredet, an dem es zu einigen Missverständnissen kam.

Ich hatte nämlich, wieso auch immer, im Kopf, dass ich um 14 Uhr bei seinem Elternhaus sein sollte.
Da er aber zu dem Zeitpunkt noch beim Technischen Hilfswerk war, bin ich mit den Hunden vor seinem Haus noch zwei Stunden auf die Brandenburger Felder zum Spazieren gegangen.
Als er kurz Zeit hatte, um mich ins Haus zu lassen, musste er auch direkt wieder los, um mit seinem Kumpel mit den Motorrädern zu cruisen. Also war ich bis circa 20 Uhr dort allein im Haus.
Allein mit dem Tablet, na immerhin.

Später kamen dann auch noch sein Kumpel Göran und dessen Freundin Saskia vorbei, um mit uns ein paar Filme zu schauen, allerdings brauchten wir solange, um uns auf einen Film zu einigen, dass es schon so spät wurde, dass die Beiden dann auch wieder los sind, ohne einen Film mit uns gesehen zu haben. Nils und ich haben uns dann allein die Eiskönigin angesehen, weil er das den ganzen Abend vorgeschlagen hatte. Und er hat mich dazu genötigt auf sein Motorrad zu steigen, womit ich ein ziemliches Problem hatte, fühlte mich etwas überfordert damit und hatte auch Angst, dass ich etwas kaputt mache.
Ich schaffe es nämlich echt immer alles kaputt zu kriegen, reicht schon, dass ich Dinge nur ansehe und sie explodieren.

Naja, jedenfalls habe ich mich, nach mindestens 15 Minuten diskutieren, von Nils bequatschen lassen aufzusteigen. Ich bin zwar nur 1,60 m klein, bin aber trotzdem mit den Füßen auf den Boden gekommen.

Am Sonntagmorgen kam mein Mitbewohner vorbei, um den Schlüssel für die Wohnung abzuholen. Ich drückte ihm zusätzlich dankend die Hunde in die Hand, sodass für mich die Möglichkeit bestand mit Nils Motorrad zu fahren. Doch bevor es dazu kam hat Nils mich in die Welt von Dungeons and Dragons eingeführt.
Das war mein erstes Mal, dass ich dieses Spiel versucht habe, aber interessiert hat es mich schon immer!

Kurz nach der Mittagszeit ist Nils dann kurz mit dem Motorrad zu sich nach Hause gefahren, um für mich den Helm und passende Klamotten für die Fahrt zu holen.
Als er wiederkam gab es für mich dann kein Zurück mehr und ich redete mir das auch die ganze Zeit ein, denn auch Motorradfahren hat mich schon immer fasziniert und interessiert.
Nur leider habe ich seit einem Autounfall, im Winter 2012, aus dem ich mit einem Wirbelsäulentrauma davon gekommen bin, großes Unbehagen beim Fahren von hohen Geschwindigkeiten.
Ich war sehr angespannt, was auch Nils merkte, als er mir während der Fahrt sagte, ich soll mich doch bitte etwas entspannen.
Ich finde, dass ich mich, in Anbetracht der Tatsachen, dass ich zum ersten Mal auf einem Motorrad mitgefahren bin und meinem Unbehagen vor hohen Geschwindigkeiten, super geschlagen habe.

Wir sind also zu ihm gefahren, haben da ein kleines Mittagsschläfchen gemacht, bis wir wieder los sind, um zum Alex zu fahren, denn dort traf er sich mit seiner Mutter und seiner Schwester, um den Weihnachtsmarkt zu besuchen.
Und für mich war es günstig, denn von da aus brauche ich nur 10 Minuten nach Hause.

Als wir von ihm Zuhause losgefahren sind hat er mich während der Fahrt gefragt, ob wir mal die Autobahn versuchen sollen. Ich stimmte zu, denn meine Neugier war stärker, als meine Angst.

“Mut kommt nicht aus der Angst,
Mut ist Neugier.“

Michael Josef Sommer

Und ich kann jedenfalls nicht behaupten, dass ich diese Entscheidung bereut habe, denn das Gefühl des Fahrens auf der Autobahn war ein viel besseres, als das Stop and Go in der Stadt.

Dabei vergesse ich einfach mal, was ich gesehen habe, als ich über Nils‘ Schulter auf den Tacho geschaut habe – und zwar, dass er auf der Autobahnauffahrt, auf der eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 km/h erlaubt war, 90 km/h gefahren ist.

Die Hintere ist Nils‘ Maschine

Das war das Ereignisreichste aus meiner Kalenderwoche 49, kurze Revue: Ich mag mehr Motorrad fahren und Dungeons and Dragons muss ich unbedingt auch nochmal richtig versuchen, mit mehreren Spielern 😀

Bis zum nächsten Mal

Follow my blog with Bloglovin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.