12. März 2017


Wer weiß schon, wann es mir das nächste Mal möglich sein würde, eine Reise ohne Kind zu machen, deswegen wollte ich vor der Geburt noch ein letztes Mal verreisen. Und da ich schon seit Jahren in den Loro Parque auf Teneriffa wollte, um die Schwertwale zu sehen, dachte ich mir, das wäre eine gute Gelegenheit beide Vorhaben in Angriff zu nehmen, denn die Wahrscheinlichkeit einmal Orcas in freier Wildbahn zu beobachten, schätzte ich bisher nie sehr Hoch ein, durch den Kleinen schätze ich sie nun noch geringer ein, als vorher. Also postete ich einen Aufruf bei Facebook, wer denn Lust hätte mit mir nach Teneriffa zu fliegen, denn Hochschwanger alleine dort.. das hätte ich mir nicht zugetraut! So fand ich mich also einige Wochen nach meinem Facebookaufruf bei einer Bekannten Zuhause wieder, um mit ihr gemeinsam die Flüge und den Mietwagen zu buchen.
Da sie bereits des Öfteren auf Teneriffa gewesen ist, kannte sie dort jemanden bei dem wir unterkommen konnten. Ein Hotel mussten wir also nicht buchen.

In meiner 33. Schwangerschaftswoche nahmen wir also den Flieger nach Teneriffa.
Ein fünf Stunden Flug und meine weiteste Reise bisher. Vor Teneriffa ging meine weiteste Reise nach Sesmarias in Portugal, was auch bisher mein schönster Urlaub war.
Ein eigentlich recht angenehmer Flug, der erst am nächsten Tag unsere Beschwerden aufblühen ließ, wir fühlten uns beide nämlich anfänglich Krank, mit kratzendem Hals und Kopfschmerzen. Die Klimaanlage im Flieger war einfach zu krass! Ich war angeschlagener als meine Bekannte, das hieß für mich aber nicht ‘im Bett bleiben und kurieren’, denn ich wollte dort ja auch einiges Erleben.

Als wir auf Teneriffa ankamen, war es bereits dunkel. Da wir nach der Ankunft erstmal unseren Mietwagen holen und dann um die halbe Insel fahren mussten, kamen wir erst mitten in der Nacht bei unserer Unterkunft an.
Eine wunderbare Unterkunft, denn das Reitzentrum Riendas Vivas bietet auf dem riesigen, wunderschönen und liebevoll ausgebautem Gebiet reiten für behinderte und nicht-behinderte Kinder und Jugendliche und zusätzliche Entspannung für die Seele der Betreuungsperson/en. Man merkt, dass die Betreiberin Blut, Schweiß und Tränen in dieses Projekt investiert hat und es eine Herzensangelegenheit für sie ist.

Der Ausblick vom Grundstück, Die Paddocks, Der Ausblick aus der Gästeunterkunft

 

Am ersten Tag besuchten wir also einige der unzähligen schwarzen Strände dieser Insel. Dieser Sand ist wirklich sehr schön anzusehen und beim Laufen durch den Sand gibt es ein nettes Peeling für die Fußsohlen, denn dieser war relativ grobkörnig.
Doch was anfangs noch einen angenehmen Peeling Effekt hatte wandelte sich später in ein ‘Autsch, Autsch, Autsch’ – Ausruf, denn meine meistens in Socken und Schuhe verpackten sanften Füße waren diese grobe Behandlung einfach nicht gewohnt.
Als Erstes waren wir am Playa Jardin jedoch nicht sehr lange, da der Strand recht belaufen war, also fuhren wir weiter bis wir uns für den Playa de San Marcos entschieden haben. Ein etwas kleinerer Strand, mit einer Hand voll Menschen.
Einen Strand an dem man vollkommen alleine sein kann sucht man leider vergebens.

Ja, das Erste, was ich gesagt habe, als wir aus dem Flughafen traten war wirklich: ‘Eine Palme!’ Da merkt man mal, wie lange es her ist, seit ich das letzte Mal südliche Länder besucht habe.
Die Flora war auffallend schön, was vorallem die vielen Schmetterlinge zu schätzen wussten, denn so viele Schmetterlinge habe ich, abgesehen von meinem bisher einmaligen Besuch der Biosphäre Potsdam, noch nie gesehen. Und die Schmetterlinge dort waren auch relativ zutraulich, man kam mit der Kamera immer sehr nah an sie heran. Doch jedes Mal, wenn ich auf den Auslöser drücken wollte, flogen sie davon, jedoch erwischte ich einen mitten im Flug.

Am zweiten Tag besuchten wir die örtlichen Tierheime mit denen meine Bekannte in Kontakt stand, um Tiere von dort nach Deutschland zu vermitteln. Wir gaben die Futterspenden ab, welche wir am Tag zuvor besorgt hatten und besuchten die Huskydame, in die ich mich vor drei Jahren verliebt hatte und welche ich so gern adoptieren würde. Aber immer wenn es mir möglich war sie zu mir zu holen, kam dann doch etwas dazwischen 🙁 Deswegen freute ich mich umso mehr darauf sie endlich wenigstens besuchen zu können.
Sie wird auf 12 Jahre geschätzt, sie ist also eine kleine Rentnerin, ich würde mir so sehr wünschen, dass sie für ihre letzten Jahre einen schönen Platz findet, wo sie im Kreise ihrer sie liebenden Familie verbringen kann.

ALBA

 

Auf dem Weg in das zweite Tierheim, überraschte uns ein Sturm, der bei unserer Ankunft dort seinen Höhepunkt erreichte, denn als wir gerade aus dem Auto stiegen, hörten wir einen Schrei aus dem Tierheim kommen. Wir eilten in die Richtung aus der der Schrei kam und mussten mit Entsetzen feststellen, dass der gesamte Auslauf der Hunde von einem tosenden Regenfluss überspült wurde.
Die Mitarbeiterin, die zu dem Zeitpunkt alleine da war, stand ziemlich unter Schock, denn nur einige Momente vorher hatte sie die Hunde rein gebracht.
Nicht vorzustellen, was passiert wäre, wenn sie nicht schnell genug gewesen wäre, Sie und die Hunde hätten Tod sein können!
In dem Video weiter unten könnt ihr das Ausmaß sehen.
Am Vormittag sah das Wetter noch so friedlich aus und das Meer war ruhig. Im Nachhinein ist es gut so, dass wir uns an dem Tag nicht dazu entschieden haben eine Whalewatching Tour zu machen, das Wetter auf der Insel kann einfach viel zu schnell umschlagen.

 

Am dritten Tag wollten wir an einen der weißen Strände von Teneriffa fahren, doch diese waren uns alle zu voll, deswegen hielten wir wieder an einem der schwarzen Strände namens Playa de la Tejita, doch wie am Tag davor überraschte uns das Wetter und wir mussten kurz nachdem wir unsere Handtücher ausgebreitet hatten den Strand verlassen und in das Auto zurück flüchten. Also verbrachten wir fast den ganzen dritten Tag damit im Auto zu sitzen.
Im Endeffekt sind wir einmal um die Insel herum gefahren, ist doch auch mal was! 😀 Und obwohl wir zu 90% an diesem Tag im Auto saßen, waren wir so K.O., dass wir uns am Nachmittag in der Unterkunft nochmals hinlegten, denn am Abend wollten wir nach Puerto de la Cruz fahren und essen gehen.

Der vierte und letzten Tag war der lang ersehnte Tag, denn es ging in den Loro Parque. Die Eindrücke, die ich von diesem Park sammeln konnte möchte ich mit dir in Bildern und Videos teilen.

Die Anmut und Schönheit der Orcas zu sehen löste in mir eine tiefe innere Zufriedenheit und Ruhe aus, ich hätte nicht mal die Show sehen müssen, es hätte mir gereicht sie einfach nur in ihren Becken beim Schwimmen, ohne Kunststückchen machen zu müssen, zu beobachten. Das könnte ich sicher Jahrelang tun. Diese Tiere sind wirklich etwas ganz besonderes. Leider kann man die Tiere außerhalb der Show nicht sehen 🙁

In meiner 34. Schwangerschaftswoche ging unser Flug zurück, bis zu 36. Woche hätte ich fliegen können.
Ich hoffe, dass ich diese Insel irgendwann noch einmal besuchen kann, um all die Dinge zu erleben, welche ich in diesen Tagen nicht gemacht habe – Whalewatching in den Parque Las Águilas und viel Wandern – auf den el Teide, zu den Pyramiden von Güímar, das Anaga-Gebirge, der Pico Viejo, der Mount Guajara, der Barranco del Infierno, zum Drago Milenario und noch viel mehr!

Zum Schluss möchte ich dir noch eine Eigenkomposition eines Freundes ans Herz legen, hör mal rein und wenn es dir gefällt, würde er sich sehr über dein Feedback freuen!
Bis zum nächsten Mal 🙂

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